Meer, Wasser, Wind und Sonne – das alles auf einem Segelschiff genießen. Wer träumt nicht von solchen Erlebnissen? Doch bei aller Leidenschaft gibt es auch bei der schönsten Urlaubsstimmung immer wieder Schattenseiten: es fällt ein Mannschaftsmitglied über Bord. Jetzt ist schnelles und richtiges Handeln gefragt, um denjenigen schnellstmöglich zu retten. Natürlich hofft jeder, nie in eine solche Situation zu geraten und ein solches Horrorszenarium zu erleben. Was aber, wenn doch?

Da kommt das Angebot, am Workshop MOB/Seerettung teilzunehmen. Also nichts wie hin.

Los geht es mit der Theorie. Wir sind uns alle einig: Unfallverhütung ist das Wichtigste.

Dann endlich die Praxis!

Wir stellen uns bewusstlos und werden in die sichere Seitenlage gebracht. Jeder muss mal bewusstlos spielen und auch mal der Retter sein. Gewusst wie, ist es ganz einfach, und auch körperlich wesentliche Größere lassen sich mühelos in die sichere Seitenlage bringen.

Dann ist die geduldige Puppe an der Reihe und erhält von jedem die HLW (Herz Lungen-Wiederbelebung). Wir lernen: Wenn der Kopf nicht richtig überstreckt ist, kriegt man keine Luft in die Lunge. Das prägt sich jedem nach dem ersten Fehlversuch gut ein.

Danach geht es ins Wasser. Wir schwimmen mit langärmeliger Bekleidung und probieren trotz Rettungsweste in Brustlage zu bleiben. Chancenlos – die Weste macht das, was sie im Notfall eben machen soll. Sie dreht uns auf den Rücken und hält den Kopf über Wasser. Wir schleppen  uns gegenseitig ab, halten uns an Achseln oder unter dem Kinn über Wasser, nehmen Auftriebsmittel mit, haben eine Sicherungsleine zum Schiff-/Beckenrand und werden ganz schnell zum Boot (Startblock im Schwimmbad) zurückgezogen. Auch das Zurückziehen der Leine mit dem Rettungsschwimmer und dem zu Rettendenwill geübt sein.

Doch wie bekomme ich den Verunglückten wieder an Bord (auf den Beckenrand)?

Na klar, mit dem Kreuzhebegriff ist das doch ganz einfach. Es gilt halt wie immer: Gewusst wie!

Jetzt kommt der Höhepunkt: Die Rettungsinsel. Die kannte ich bis dato nur gut verpackt an Bord. Nun wird sie aufgerissen und der Inhalt untersucht. Da gibt es Leuchtmittel, Tabletten gegen Seekrankheit, Trinkwasser in Dosen usw.

Das nächste Problem: Wie komme ich im Wasser schwimmend nur da hinein? Ah! Innen sind Halteleinen. Schon krabbelt der Erste mühsam hinein und hilft den Nachfolgenden.

Angenommen, wir wären noch an Bord (also auf dem Startblock), wäre das Einsteigen wesentlich einfacher, nämlich nur ein Schritt und schon geschafft.

Der Workshop hat sich für mich gelohnt, ich fühle mich nun viel sicherer.

 

Interesse geweckt?

Geplante Kurse stehen unter www.AHYC.de Ausbildung

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