Die Nacht und der Vormittag war noch eine einzige Regenfront und es sah nach einem weiteren Ruhetag im Hafen aus. Gegen 11 Uhr klarte es endlich auf, ich besorge noch eine volle Ersatz-Gasflasche und bereite alles zum Auslaufen vor. Gleich nach der Hafenausfahrt setze ich die Segel (Gross im 2.Reff) und die Genua als Fock. Jeder fährt mehrere Boje über Bord Manöver unter Segel, Maschine läuft im Leerlauf mit und kann zur Unterstützung eingesetzt werden.

Eigentlich wollten wir nach Cala Ratjada, aber auf Grund der großen, alten Welle entschlossen wir uns, nach Pollensa zu segeln. Bei Wind mit 5, dann 6 Bft, in Böen 7 bis 8 kreuzen wir bis vor die Hafeneinfahrt. Bergen die Segel und bekommen den letzten Platz im Stadthafen. Nach einem Super-Anlegemanöver bei richtig starkem Seitenwind liegen wir um 18h30 sicher vor Muring. Bei einem Manöverschluck beenden wir einen Super-Segeltag. Die Crew geht danach zum Einkaufen für unser Abendessen.

Anschließend beginnt unser begnadeter Smutje Stefan zu Kochen, während die drei Damen für die nächsten Stunden Ihren Gendefekt in den Geschäften Pollensas pflegen. Das Abendessen (Spagetti mit Meeresfrüchten und zusätzlicher Schüssel großer Scampis) war ein Traum!

Porto Alcudia - Porto Pollensa  18 Sm

04.09.2012WNW 2-4 Bft, Barometer 1018, 7/8Bewölkung

In der Nacht und am Morgen hat es wieder stark geregnet, sind daher erst um 14 Uhr ausgelaufen und unter Maschine eine Seemeile an die Boje B4 direkt vor der alten Festung auf der Halbinsel Avanzada gegangen.

Das Wetter hat sich gebessert und wir haben endlich wieder Sonnenschein. Das Wasser hat immer noch eine Temperatur von 27 Grad und es wurde wieder geschwommen.

Porto Pollensa - Halbinsel Avanzada  1 Sm (18 + 1=19 Sm)

05.09.2012   NNW 1 Bft, Baro 1018, 5/8 Bewölkung

Nach einer ruhigen Nacht an der Boje wollen wir heute Richtung Süden nach Cala Ratjada. Nach Schwimmen im ganz klaren, spiegelglatten Wasser und einem guten Frühstück setzen wir das Gross-Segel und Motoren von der Boje los.  Am Cap Pinar können wir endlich auch die Genua setzen und Segeln mit einigen Halsen quer über die Bucht von Alcudia.

Dann verlässt uns der Wind endgültig und wir Bergen die Genua, starten den Motor und müssen bei alter Welle und Null-Wind nach Cala Ratjada motoren. Um 16 Uhr liegen wir vor Muring in Cala Ratjada.

Abends treffen wir die Frauen nach dem obligatorischen Shoppen beim Manolo. Nach Krustentieren und Lenguada Spezial geht es zum Absacker an Bord.

Porto Pollensa - Cal Ratjada 25 Sm (19 + 25= 44 Sm)

06.09.2012NNW 2 Bft, Barometer 1018, 1/8 Bewölkung
Nach Einkauf von genügend Lebensmittel für die geplante Übernachtung in der Bucht laufen wir um 12 Uhr 15 aus. Setzen gleich nach der Hafenausfahrt die Segel und kreuzen vor dem Wind nach Porto Colom.

Um 17 Uhr 30 bergen wir die Genua vor der Einfahrt, kurz nach der Durchfahrt auch das Gross.

Dann will ich den Anker vorbereiten, als wir bemerken, dass Bojen ausgelegt sind. Das ist neu, bis jetzt war das Ankern erlaubt und kostenlos. Nach dem Festmachen an der Boje kommt auch gleich ein Marinero und kassiert von uns für 14 Meter 33 Euro. Wir bleiben trotzdem, obwohl ein Platz in der öffentlichen Marina nur 55 Euro (inklusive Strom und Wasser) kosten würde. Wir wollen halt Schwimmen und die Freiheit auf dem Wasser genießen.
Stefan fängt gleich an zu kochen, heute gibt es Gampas und Meeresfrüchte. Wir werden Ihn nächste Woche doch sehr vermissen.

Cala Ratjada - Porto Colom 18 Sm (44 + 18= 62 Sm)

07.09.2012NE 2-4 Bft, Barometer 1017, 1/8 Bewölkung N

Nach dem obligatorischen Schwimmen vor dem Frühstück legen wir unter Groß-Segel von der Boje ab, setzen die Genua und segeln durch die Einfahrt Richtung Süden zur Cala Mondrago.

Suchen uns einen tollen Ankerplatz im Sand. Da Stefan nur ein Bein hat, kann er ohne Gefahr bequem im Amkerkasten stehen. Anschließend schwimmen wir trotz etwas Welle durch die Höhle. Ist immer wieder ein Genuss.

Leider wird die Welle etwas steiler, der Ankerplatz dadurch etwas ungemütlich und wir gehen Anker auf, setzen die Segel und Segeln nach Porto Petro. Dort suchen wir uns eine gut geschützte Boje und beschließen den tollen Segeltag wie immer mit Schwimmen. Kaum hatten wir an der Boje festgemacht, kam ein Schlauchboot auf uns zu und kassierte 25 Euro. Die letzten Jahre waren noch gratis. Ich baue mit Irmi das Beiboot auf und wir fahren dann zum Abendessen in den Hafen von Porto Petro. Dort suchen wir uns ein nettes Lokal und haben mit dem Raphael y Flora einen Glücksgriff getan. Unheimlich nette Bedienung, ein super Essen und noch normale Preise. Nach dem Essen geht es dann durch dunkle Nacht mit dem Beiboot zurück zur La Luna, was für Desiree ein besonderer Genuss war, da Sie noch nie nachts mit dem Beiboot übergesetzt hatte.

Porto Colom - Cala Mondrago - Porto Petro Sm 26 (62 + 26=88 Sm)

08.09.2012NE 2 Bft, Barometer 1018, 1/8 Bewölkung

Nach für mich unruhiger Nacht, da ich um 02 Uhr früh feststellen musste, dass meine Batterieanzeige in den gelben Bereich gewandert war, startete ich um 08 Uhr 30 den Motor und wollte gleichzeitig den Honda Motorgenerator laufen lassen. Erst nach einer 1/2 Stunde blieb der Generator an und es wurden 40 Ampere in die fast leere Batterie geladen. Nach dem Frühstück waren die Batterien wieder im grünen Bereich und ich konnte endlich wieder in der traumhaften Bucht schwimmen.

Um 11 Uhr 30 gehen wir unter Gross-Segel von der Boje, setzen gleich die Genua und holen uns die Höhe für die Wende, um nach Porto Christo zu Segeln. Vor Porto Colom segeln wir, um niemanden zu behindern, Außen um ein großes Regattafeld. Sieht aus der Ferne richtig gut und sehr geschäftig aus.

Leider bleibt der Wind schwach und ich muss immer wieder mal den Motor starten, wenn die Geschwindigkeit unter 1,5 Knoten geht. Um. 15 Uhr 30 bergen wir die Segel und gehen auf der Stadtseite vor Muring. Kostet wie in allen öffentlichen Häfen 55 Euro, für die Schlüssel (Dusche und Toilette) müssen 20 Euro als Kaution hinterlegt werden.
Um 18 Uhr kommt das bestellte Taxi, um Desiree und Stefan zum Flughafen zu fahren. Taxikosten 70 €. Schade, war eine schöne Zeit mit den beiden, aber durch Stefans Kochkünste haben wir wahrscheinlich auch alle zugenommen.

Porto Petro - Porto Christo 15 Sm (88 + 15= 103 Sm)

09.09.2012SSE 3 Bft, Barometer 1019, 1/8 Bewölkung

 

Um 12 Uhr legen wir ab, setzen noch in der Einfahrt von Porto Christo das Groß-Segel und gleich darauf auch die Genua.

Können direkten Kurs Richtung Cala Ratjada anlegen, Fahrt immer um die 3,5 bis 4 Knoten. Super Segeltag, auf der Höhe von Cala Ratjada halsen wir und können direkt bis vor die schmale Einfahrt der Cala Molto neben der Cala Aguila.  Bergen die Segel und suchen uns einen schönen Ankerplatz, um in der gut geschützten Bucht zu übernachten. Um 15 Uhr 45 liegen wir fest und es geht gleich zum Schwimmen, traumhaft bei fast absolut glattem und klarem Wasser.

Porto Christo - Cala Molto 14 Sm ( 103 + 14= 117 Sm)

10.09.2012ESE- 1 Bft, Barometer 1020, 1/8 Bewölkung

Kein Wind, wir erklären den Tag zum Badetag und bleiben den ganzen Tag in der Bucht. Superschön, nur in der Nacht auf Dienstag werden wir zeitweise etwas durchgerollt.

 

Cala Molto - Cala Molto

11.09.2012E- 3 Bft, Barometer 1020, 1/8 Bewölkung

Gegen Mittag mache ich die La Luna startklar und gehen um 12 Uhr Anker auf. Setzen Groß und Genua und segeln Richtung Alcudia.

Auf der Höhe von Cap Farrutx halsen wir und wollen in die Bucht Es Calo, bekommen aber, bevor wir die Segeln bergen schönen Wind aus Nord und Rauschen mit tollem Speed (bis zu 8 Knoten) Richtung Pto. Alcudia.

Um 17 Uhr liegen wir wieder an unserem Liegeplatz.

Cala Molto - Pto. Alcudia 23 Sm (117 + 23= 140 Sm)